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Die Industrielle Revolution

Demokratie? Welche Demokratie denn bitte?.

Es wird fest davon ausgegangen, dass unser Währungs- und Finanzsystem noch in tausend Jahren Bestand hat und das Geld, abgesehen von einer hinnehmbaren Inflationsrate, seinen Wert behält. Vatikan (mirpodelok.pw) Der Vatikan veröffentlicht unter dem Titel "Erwägungen zu einer ethischen Unterscheidung bezüglich einiger Aspekte des gegenwärtigen Finanzwirtschaftssystems" ein Dokument.

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Erkauft dadurch, dass die Politik einen Graubereich im Niedriglohnsektor offen hält, in dem Menschen in Jobs zweiter Klasse arbeiten. Auf sie werden betriebswirtschaftliche Risiken abgewälzt. Oder durch bestimmte Tochtergesellschaftskonstruktionen. Die bekommen dann von der Betreiberfirma des jeweiligen Möbelhauses einen Auftrag. Wird dieser Auftrag gekündigt, ist die Beschäftigungsgesellschaft insolvent — und die Mitarbeiter können auf einen Schlag betriebsbedingt gekündigt werden.

In mehreren Städten mussten sich in den vergangenen Jahren die Arbeitsgerichte aus diesem Grund mit dem Unternehmen beschäftigen. Welt Online Rechtswidrig und doch gültig Sozialministerin Andrea Nahles will die Nachzahlung von zu niedrigen Jobcenter-Leistungen erschweren — unter anderem. Auf Seiten sind unzählige hochkomplexe Änderungsvorschläge enthalten, die das Recht sicher nicht einfacher machen. Am Montag hört der Sozialausschuss des Bundestags dazu Experten an.

Dabei geht es um ein Besonderheit des Sozialrechts, die sogenannten Überprüfungsanträge. Sozialbescheide können nicht nur binnen einem Monat mit dem üblichen Widerspruch angegriffen werden, sondern auch noch Jahre später. Wenn die Behörde das Recht falsch angewandt hat oder von einem falschen Sachverhalt ausging, muss der Bescheid rückwirkend aufgehoben werden. Die Behörde muss zu wenig bezahlte Leistungen bis zu vier Jahre lang nachzahlen.

Eine neue ständige Rechtsprechung soll nur dann die rückwirkende Nachzahlung verhindern, wenn die Behörden die alte Rechtslage bundesweit einheitlich angewandt haben. Das ist praktisch nie der Fall, jedenfalls schwer zu beweisen. Deshalb will Nahles nun dieses BSG-Urteil aushebeln und nur noch auf die einheitliche Rechtspraxis des zuständigen Jobcenters abstellen. Mit mehr sozialer Gerechtigkeit Vertrauen gewinnen. Der vorliegende Gesetzesentwurf habe mit Entbürokratisierung so gut wie nichts zu tun, sondern verschärfe vor allem Kontroll- und Sanktionsmechanismen.

Für Millionen Betroffene drohten künftig Leistungseinschnitte. Der Paritätische fordert die Abgeordneten des Deutschen Bundestags auf, das Gesamtpaket fallen zu lassen. Ein Widerspruch zu den EU-Wettbewerbsregeln?

Die Europäische Kommission argumentiert die Durchsetzung von Markt- und Wettbewerbsregeln auch in den Bereichen der öffentlichen Dienstleistungen bzw der Daseinsvorsorge immer mit der zu erreichenden höheren Effizienz und einem besseren Kundennutzen.

Im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs auf der Schiene droht sie dabei jedoch dieses hehre Ziel aus den Augen zu verlieren und will Wettbewerb gegen die Interessen der Fahrgäste und das öffentliche Interesse durchsetzen. Deshalb geht es bei den ÖBB spannend wie in einem Wirtschaftskrimi zu: Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung! Aber auch illegale Beihilfen und Intransparenz bei der Preisgestaltung stehen am Pranger.

Was ist da los? Geheime Machenschaften, dunkle Finanzströme, Geldwäsche, Korruption? Es geht um die einfache Frage, ob das Angebot eines qualitativ hochwertigen öffentlichen Nahverkehrs durch den Staat für seine BürgerInnen im Rahmen des EU-Wettbewerbskorsetts möglich ist.

Oder ob das Konzept, das dazu geführt hat, dass Österreich nach der Schweiz den bestausgebauten öffentlichen Nahverkehr bietet und die zufriedensten Bahnpassagiere hat unzulässigen Verdrängungswettbewerb darstellt. Deren Anzahl ist inzwischen auf 24[2] solcher Einrichtungen angewachsen Tendenz steigend , womit die Frage in den Vordergrund rückt, welche Bedeutung diese für die Nato haben. Die gesamte Studie kann hier aufgerufen werden. Als Beschreibung sei Gaulands kolportierte Aussage wohl nicht falsch; interessant sei aber, dass der AfD-Vizevorsitzende das nicht bedaure, sondern politisches Kapital daraus schlagen wolle: Wenn man anmahnt, dass es in diesem Bereich noch viel zu tun gibt, dann ist es keine Unverantwortlichkeit.

Deutschlandfunk Hochwatergate Stell Dir vor, es ist Naturkatastrophe in Deutschland, Menschen sterben, werden schwer verletzt. Und das ganze Leid, die ganze Katastrophe findet im Stillen statt. Das Drama hatte schon am Nachmittag begonnen und sich dann laufend in den Abend und in die Nacht gesteigert.

Was haben die zuständigen öffentlich-rechtlichen Medien unternommen, um ihre Existenz zu rechtfertigen, von Bürgern bezahlt zu werden und diese zu beschützen? Warum wir dabei sind. Warum du dabei sein solltest Viele haben das Gefühl, dass gerade alles schlimmer wird. Dem können wir etwas entgegensetzen, wenn wir uns in Politik involvieren und aktiv werden.

Das ist das Ziel der Aufbruch-Aktionskonferenz, die am 3. Juni in Wien-Liesing stattfindet. Wie es dazu gekommen ist, warum wir den Aufbruch als mosaik-Redaktion richtig und wichtig finden und warum wir meinen, dass auch ihr euch daran beteiligen sollt, erfahrt ihr hier. Seit mehr als einem Jahr analysieren, kommentieren und kritisieren wir die österreichische Politik. Als wir den mosaik-blog starteten, gingen wir von einer einfachen These aus: Es gibt Alternativen zu den herrschenden Verhältnissen in Österreich, es gibt vielfältiges Wissen, es gibt zahlreiche Erfahrungen die für eine positive Veränderung der österreichischen Gesellschaft eingesetzt werden könnten.

Doch sie kommen in den etablierten Medien ebenso wenig vor wie in der Parteienlandschaft. Wir wollten einen Ort schaffen, an dem diese Alternativen zusammen kommen und wahrgenommen werden.

Im mosaik soll sich abbilden, was im herrschenden Politik- und Medienbetrieb meist unsichtbar gemacht wird. Das trifft aber auch auf uns selbst zu. So weiter zu machen wie bisher, in vereinzelten Projekten oft nebeneinander, manchmal auch gegeneinander arbeitend, wäre fahrlässig. Ausbrechen aus alten Gewohn- und Gewissheiten, raus aus der Komfortzone. Die Aufbruch-Aktionskonferenz soll der Startschuss für eine breit angelegte Kampagne sein, die die Wut, die wir selbst und viele andere im Bauch tragen, in die Gesellschaft trägt.

Durch Präsenz im öffentlichen Raum, durch spektakuläre Aktionen, indem wir unsere Botschaften und Forderungen prominent in die Medien bringen. Vor allem aber indem wir in den Grätzeln, Stadtteilen und Ortschaften, am Arbeitsplatz, an Schulen und Hochschulen mit den vielen Menschen ins Gespräch kommen, die das Scheitern der herrschenden Elitenpolitik in ihrem eigenen Alltag erfahren.

Mehr über die Initiative in Österreich können Sie hier erfahren. Er sprach mit Zeitzeugen nutzte unter anderem Dokumente, die Edward Snowden öffentlich gemacht hat. Der Domen ist ein ganz besonderer Ort in der Finnmark. Hier ist Norwegen zu Ende. Eisige Polarwinde fegen über die Landspitze hinweg, und der Ausblick auf die schneebedeckten Berghänge ist grandios.

Der Horizont erstreckt sich so weit, dass man geradezu die Krümmung der Erdoberfläche erahnen kann. Vom höchsten Gipfel sieht man den östlichsten Punkt des Landes. Aber dahinter sieht man noch etwas anderes: Hier führt die mächtige Nordmeerflotte ihre Manöver durch, und der Luftraum ist Tummelplatz für russische Kampfflugzeuge, die von hier zu ihren Erkundungsflügen aufbrechen.

Und noch weiter oben, über den Pol hinweg, verlaufen die Flugbahnen für Interkontinentalraketen. Doch was in ihrem Inneren genau passiert — das erahnen die Anwohner allenfalls. Aber seine Aufgabe besteht in Wirklichkeit aus Spionageeinsätzen auf der Barentssee. Aber Wormdal stellt zu Recht auch eine ganz entscheidende Forderung in den Raum: Wenn diese Abhörpraktiken auch in Zukunft benötigt werden, wenn Norwegen dafür Millionensummen ausgibt und sich dabei zum willfährigen Vasallen der USA macht — dann muss der Öffentlichkeit zumindest ansatzweise reiner Wein eingeschenkt werden.

Deutschlandfunk Zu mächtig — und gleichzeitig zu schwach Welche Position muss Deutschland in Europa einnehmen? Einerseits sei Deutschland zu mächtig, um keine führende Rolle zu spielen, andererseits zu schwach, um auf dem Kontinent für Stabilität zu sorgen. Kritik übt Kundnani vor allem am deutschen Wirtschaftsnationalismus.

Aber nur in geopolitischer Hinsicht, nicht in ökonomischer, so der Autor. Was die wirtschaftliche Leistungsbilanz angeht, also die Exportoffensive der deutschen Wirtschaft, sei die deutsche Frage weiter virulent. Der Autor sieht darin eine neue Form des Wirtschaftsnationalismus: Deutschland war schon immer stolz darauf gewesen, Exportweltmeister zu sein, doch in den er-Jahren schienen Exporte nicht nur für die deutsche Wirtschaft, sondern auch für das deutsche Nationalgefühl von zentraler Bedeutung zu sein: Die Deutschen betrachteten sich zunehmend als Exportnation.

Überzeugend legt Kundnani dar, wie Deutschland seine Wirtschaftsmacht dazu einsetzt, den anderen Staaten in Europa eine Austeritätspolitik aufzuherrschen, die etwa im Fall Griechenland nicht einmal der Internationale Währungsfonds für ökonomisch umsetzbar hält.

Während die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung heute über rund zwei Drittel des Vermögens verfügen, wächst trotz Wirtschaftswachstums und Rekordbeschäftigung die Armut. In einigen deutschen Metropolen gilt bereits jedes vierte Kind als armutsgefährdet. Wie kann das sein in einem der reichsten Länder der Welt? Wie kann mehr Gerechtigkeit geschaffen werden? Reinhold Beckmann und sein Team begeben sich auf Spurensuche in einem gespaltenen Land.

Sie besuchen den Kalker Mittagstisch in Köln, wo jeden Tag mehr als einhundert Kinder und Jugendliche kostenlos ein warmes Essen erhalten, da sie zu Hause nicht mehr ausreichend versorgt werden. Verändert habe sich wenig. Fehlt es am politischen Willen? Franzosen gehen früh in Rente im Schnitt mit 60 Jahren und bekommen dann ein vergleichsweise hohes Ruhestandsgeld. Zuvor arbeiten sie so wenige Wochenstunden wie kaum eine andere Nation.

Und während in vielen anderen Ländern seit Mitte der Nullerjahre die durchschnittlichen Jahresarbeitszeiten wieder angestiegen sind, auch in Deutschland, liegen sie in Frankreich unverändert niedrig, wie die Stockholmer Wirtschaftsforscher Timo Boppart und Per Krusell ermittelt haben. Kein anderer westlicher Staat gibt soviel für Soziales aus: Ach ja, auch die gesetzlichen Mindestlöhne sind so hoch wie nirgends sonst in der EU zwei Drittel des mittleren Einkommens.

Frankreich lebt eindeutig über seine Verhältnisse. In Frankreich geht diese Rechnung nicht mehr auf: Das gallische Wachstum ist schwach, es entstehen zu wenige Jobs. Arbeitslosigkeit ist das Top-Thema im Land. Ein Viertel der Jugendlichen sind betroffen. Zudem hat sich die französische Wirtschaft seit , anders als die deutsche, im Durchschnitt fast exakt an das Inflationsziel der EZB angepasst: Dadurch hat Frankreich für eine vernünftige Entwicklung seiner Binnennachfrage gesorgt, von der gerade auch Deutschlands Exporte profitierten.

Gänzlich unverschämt wird es, wenn Müller Frankreich eine steigende Verschuldung vorwirft. Zu Deutschlands von Rekordwert zu Rekordwert eilenden Exportüberschuss befragt, würde Müller daran sicher nichts auszusetzen haben, diesen sogar als Vorteil betrachten, dass aber der Exportüberschuss des einen, die Schulden des anderen sind, scheint für einen Neoliberalen aber einfach zu hoch zu sein.

Preise und Lohnstückkosten — unter welchem Druck steht Frankreich? Die NachDenkSeiten sind für eine kritische Meinungsbildung wichtig, das sagen uns sehr, sehr viele - aber sie kosten auch Geld und deshalb bitten wir Sie, liebe LeserInnen, um Ihre Unterstützung. Linkspartei Dokumentarfilmer antwortet Xavier-Naidoo-Kritikern: Warum du dabei sein solltest Rezensionen TV-Tipp: Beckmann — Die geteilte Gesellschaft Das Letzte: Bigott in Frankreich Vorbemerkung: Der Rechtsruck manifestiert sich u.

Sie ist wohl etwas weiter: In den Hauptreden des Parteitags spielte all das keine Rolle, nur in der Debatte. Wer so vom Rechtsruck redet, aber vom realen Unheil schweigt, der lenkt nicht nur ab, er überlässt der AfD ein Feld, auf dem sie mit Erfolg ackern wird. Die Ursache für diese Rechtsentwicklung ist die seit Jahrzehnten grassierende neoliberale Politik, die alles dafür tut, die Gesellschaft zu spalten.

Manchmal ist damit eine ganze Volkswirtschaft gemeint oder sogar die Gesamtheit der Volkswirtschaften aller Schwellenländer ; manchmal nur 'Land XY als Absatzmarkt'; manchmal die Aktienmärkte eines Landes; manchmal sind noch andere Teilbereiche der Volkswirtschaft gemeint. Nach Abklingen des Booms rückt danach die zweite Reihe, die sog. Vietnam , Bangladesch und viele afrikanische Staaten. Die Konkurrenz würde Unternehmen zu mehr Innovationen zwingen und so wettbewerbsfähiger machen.

Staaten, die sich den Empfehlungen des IWF angeschlossen hätten wie die Philippinen, Thailand und Indonesien weisen heute wirtschaftliche Probleme auf, weil sie ihre Märkte viel zu früh liberalisiert und Subventionen gestrichen haben. Allerdings waren diese Subventionen an die Erzielung von Exportüberschüssen gebunden. Studwell kritisiert jedoch die Tätigkeit der Staatsfonds z. China wiederum habe seinen Binnenkonsum zugunsten der Erzielung von Exportüberschüssen stark vernachlässigt.

Kritiker des neoklassischen Entwicklungsmodells verweisen darauf, dass es abgesehen von Hongkong kein Schwellenland gegeben habe, das sich ohne Staatseingriff erfolgreich entwickelt habe. Die neoklassische Kritik an der Entwicklungspolitik konzentriere sich auf das Auffinden von Fehlern und unterschlage die Erfolge. Der von ihr oft zitierte Erfolg Taiwans sei zwar auf die Öffnung der Märkte zurückzuführen; doch sei gerade Taiwan ein Beispiel für zielstrebige Industriepolitik durch Importsubstitution und Exportförderung sowie sektorale Eingriffe und einen hohen Staatsanteil an Industrieunternehmen.

Die amerikanische Steuer- und Finanzpolitik unter Ronald Reagan führte seit zu erheblichen inflationsbedingten Zinssteigerungen und einem Anstieg des Dollarkurses. Dieser brachte auf der ganzen Welt viele Banken und Volkswirtschaften, die sich in den er und er Jahren massiv in Dollar zu variablen Zinssätzen verschuldet hatten, in Schwierigkeiten, weil sie ihre in heimischer Währung bilanzierten Passiva aufwerten mussten.

Diese Krise war die erste, die die gesamte Finanzwelt erschütterte. Ausgangspunkt dieser regionalen Krisen war die Verschuldung vieler Unternehmen und des Staates in Fremdwährungen mit dem Ziel, Wachstum auf Kredit zu finanzieren. Bei Zinserhöhungen in den Staaten, in deren Währung die Schulden aufgenommen wurden zumeist US-Dollar , wurde die Schuldenrückzahlungen in den ausländischen Währungen schwieriger oder es kam sogar zur Zahlungsunfähigkeit von Staaten und Banken, wobei die Krisen auf die Realwirtschaft und den Arbeitsmarkt durchschlugen und ihre Folgen oft noch jahrelang spürbar waren.

Jahrhunderts wurde durch die Politik der US-Notenbank nach dem September gefördert, die die Zinsen auf den niedrigsten Stand in 40 Jahren absenkten. Eine Ursache dafür war, dass der Eintritt Chinas in die Weltwirtschaft einen allgemeinen Preisdruck erzeugte.

Für letztere Entwicklung war auch der krisenhafte Verlauf der Umstrukturierung der chinesischen Wirtschaft von der auf niedrigen Arbeitskosten basierenden Massenproduktion hin zu einer binnenmarktorientierten und wissensbasierten Ökonomie ausschlaggebend, deren Rohstoffbedarf sich stark reduzieren wird.

Diese und andere Faktoren führten innerhalb von vier Quartalen zu einem Kapitalabzug im Umfang von ca. Diese forcierte Industrialisierung führte dazu, dass in den Schwellenländern anders als in den Industriestaaten, wo der Energieverbrauch nur langsam anstieg, besonders energieintensiv produziert wurde. Das verstärkte die Energienachfrage und trug mit zum Anstieg des Ölpreises bei. Zahlreiche Investmentfonds fokussierten ihre Anlagen auf die Schwellenländer bzw.

Nach der Finanzkrise verstärkte sich der Kapitalzufluss in die Schwellenländer wegen der Niedrig- bzw. Nullzinspolitik in den USA und Europa. Insgesamt flossen durch den Rohstoff- und Industrialisierungsboom von bis ca. Die deutschen Kapitalexporte verdreifachten sich zwischen und ; der Anteil der Schwellen- und Entwicklungsländer stieg dabei besonders stark an.

Vor allem aber internationale Bergbaukonzerne verschuldeten sich hoch, um sich den Zugriff auf Rohstoffreserven zu sichern. Ebenso stiegen die Staatsverschuldung der Schwellenländer sowie besonders in Malaysia und Thailand der Verschuldungsgrad privater Haushalte.

Indien setzte hingegen auf die staatliche Förderung des privaten Konsums, was ein hohes Leistungsbilanzdefizit zur Folge hatte. Der kreditfinanzierte Investitionsboom in vielen Schwellenländern mit teils gigantischen Infrastruktur- und privaten Immobilienprojekten zog einen Abbau der Arbeitslosigkeit und einen deutlichen Anstieg des Wohlstands vieler privater Haushalte nach sich.

Der Rohstoffboom ergriff auch Industrieländer wie Australien und Kanada und befeuerte dort das Wirtschaftswachstum, führte aber dazu, dass der relative Anteil von verarbeitender Industrie und Dienstleistungen an der Bruttowertschöpfung dieser Staaten zurückging und sie sich wieder den faktorbasierten Ökonomien annäherten, deren Wachstum vor allem auf extraktiven Industrien basiert. Auch konnte das Handelsbilanzdefizit der USA und vieler EU-Staaten im Verhältnis zu China mit billigem Zentralbankgeld finanziert werden, wodurch für diese Staaten der Anreiz, eine wettbewerbsfähige Industrie zu erhalten, verringert wurde.

Zudem gab es in den letzten Jahren wenig attraktiven Anlagealternativen. Dabei gerieten immer mehr Schwellenländer aus der zweiten Reihe ins Visier spekulativer Investoren.

Hinzu kamen die wegen der in manchen Ländern teils fünfzehn Jahre anhaltenden Prosperitätsphase unterlassenen Strukturreformen z. Bürokratieabbau, Reform der Landwirtschaft, Ausbau der Infrastruktur , die die Effektivität der Investitionen und die Steigerung der Arbeitsproduktivität behinderten.

So erlebte Indonesien von bis eine weitgehend ungestörte Boomphase, die den bescheidenen Wohlstand in den Städten vermehrte, allerdings auf Java zentriert blieb und nicht zur Entwicklung der Human Resources und der maroden Infrastruktur genutzt wurde.

Eine Rolle spielen auch politische Faktoren wie die Streikwelle und die allgemein krisenhaften Arbeitsbeziehungen in Südafrika oder der im Verhältnis zum Bevölkerungswachstum viel zu langsame Ausbau des Bildungswesens in Brasilien und Indonesien.

Auch in Thailand hielt der Ausbau der Infrastruktur nicht Schritt mit dem Wachstum, das sich stark auf die Region Bangkok konzentrierte. In Nigeria , das sich selbst als Schwellenland versteht, aber aufgrund sozialökonomischer Indikatoren zu den Entwicklungsländern gerechnet werden muss, konkurrieren die Eliten zahlreicher ethnischer Gruppen um die Erlöse aus dem Ölexport.

Zusätzlich zu den ethnischen und religiösen Spannungen bremsen Terrorismus, Klientelismus und eine marode Infrastruktur die Entwicklung. Trotz steigender Lohnkosten vor allem in den rohstoffproduzierenden Sektoren gelang es in vielen Schwellenländern nicht, die extreme soziale Ungleichheit zu reduzieren.

China sogar weiter an, so z. Ein entscheidender Faktor für die Zuspitzung der Wachstumskrise im Jahr war jedoch die durch die niedrigen Zinsen und die staatliche chinesische Politik unterstützte Blasenbildung auf den Immobilien- und Finanzmärkten Chinas.

Ursächlich für den Einbruch der Exporterlöse der Schwellenländer war vor allem der Verfall der Ölpreise seit April Dieser war bedingt durch die vorausgehende starke Expansion der Förderung, die — gemessen am infolge der Energiewende nur langsam wachsenden Bedarf — zu Überkapazitäten führte. Bis war der Export von US-Rohöl verboten. Saudi-Arabien erreichte Ende ein neues Fördermaximum, Angola expandierte die Förderung, und auch der Irak erreichte neue Rekordwerte, wenn auch um den Preis einer raschen Erschöpfung von Ölfeldern.

Auch Russland drosselte seine Produktion nicht, da der Rubelkurs im Verhältnis zum Dollar schneller fiel als der Ölpreis, so dass die in Rubel anfallenden Förderkosten im Verhältnis zu den Dollarerlösen sogar sanken. So erzielte Rosneft im zweiten Quartal erhebliche Umsatz- und Gewinnzuwächse. Nur der international stärker engagierte privat geführte Lukoil -Konzern, der in Dollar berichtet, erlitt einen Gewinneinbruch im ersten Halbjahr Nur in Mexiko fiel die Förderung so stark, dass das Parlament die Aufhebung des staatlichen Monopols der PEMEX , die die erforderlichen Investitionen nicht mehr aufbringen konnte, und die Zulassung privater Förderunternehmen beschloss.

Durch den Ölpreisverfall sanken staatliche Einnahmen und Unternehmensgewinne der Öl und Gas fördernden bzw. In der Folge sank auch der Gaspreis.

Zur Kompensation der zurückgehenden Einnahmen aus dem Öl- und Gasverkauf warfen diese und andere Länder andere Rohstoffe auf den Markt, was neben der sinkenden Nachfrage Chinas ebenfalls zu deren Preisverfall beitrug.

Auch Kohle-, Zink-, Blei- und Platinpreis fielen. Insgesamt erreichten die Rohstoffpreise im August weltweit ein Jahres-Tief, während die Förderung nur langsam zurückging. Infolge des Preisverfalls stieg die Verschuldung von rohstoffexportierenden Staaten, aber auch von rohstofffördernden Unternehmen, die wegen der niedrigen Zinsen in den USA und Europa Dollar- und Eurokredite aufgenommen hatten, innerhalb kurzer Zeit an.

Als im Sommer Zinserhöhungen in den USA für den Herbst des Jahres angekündigt wurden, setzte eine massive Kapitalflucht aus den Schwellenländern ein, was dort zu stark fallenden Börsenkursen führte. Der malaysische Ringgit fiel auf den Tiefststand seit Die Inflation nahm in allen diesen Ländern zu, ohne dass durch den Kursverfall die Exporte nennenswert gesteigert werden konnten. China weist zwar immer noch ein im Vergleich zu Europa beachtliches Wachstum auf, doch sank es auf den niedrigsten Stand seit 25 Jahren.

Diese Entwicklung spielte eine katalytische Rolle für die Wachstumskrise in anderen Schwellenländern. Hatte China die Folgen der Finanzkrise durch einen gigantischen Investitionsboom zu kompensieren versucht, zeigte sich Jahre später, dass der unkoordinierte, durch Bankkredite geförderte Ausbau von Industrien in den Provinzen zu Überkapazitäten in zahlreichen Wirtschaftszweigen geführt hatte, für deren Produkte kaum Absatzchancen bestanden.

Die Kapazitäten der Stahl- und in der Papier- und Pappeproduktion waren nur noch zu 67 Prozent ausgelastet; schwach war ebenfalls die Auslastung der Raffinerien, Kohlebergwerke, Werften, Zementfabriken, Industrieglasfabriken sowie in einigen Agrarsparten u.

Das zeigte das Versagen der staatlichen Lenkung: Der geplante Umbau der chinesischen Wirtschaft von Massenproduktion zur Hochtechnologie und binnenmarktorientierten Dienstleistungsökonomie verlief nicht ohne gravierende Verwerfungen. So waren Ende in China etwa Bis sollen 4. Die Investitionen in staatsnahe Unternehmen erlaubten diesen, zu Dumpingpreisen zu exportieren. Die Abwanderung vom Lande in die Stadt und insbesondere in die Städte der Küstenzone beschleunigte sich mit der Zunahme der Investitionen und dem steigenden Wohlstand.

Lag der Urbanisierungsgrad in China bei 26 Prozent, so leben heute ca. Im Hinterland kam es hingegen zu massiven Immobilienleerständen in Städten jenseits der ersten Reihe.

Die Gesamtverschuldung Chinas war durch den Investitionsboom von Prozent des Bruttoinlandprodukts auf Prozent im Jahr gestiegen und überschritt damit relativ die Verschuldung der USA. Dabei spielen weniger die Zentralregierung als vielmehr die Lokalregierungen die treibende Rolle; sie finanzierten sich durch den Verkauf von Landnutzungsrechten und förderten damit die Immobilienblase.

Wegen sinkender Erzeugerpreise sind viele Unternehmen nicht in der Lage, ihre Kredite zurückzuzahlen. Juni bis zum August fiel er dann um ca. In China schmolzen die Devisenreserven, die wegen der hohen Exportüberschüsse noch Anfang einen Rekordwert von über 3,8 Billionen US-Dollar erreicht hatten; [43] die mehrfache Abwertung der chinesischen Währung sollte vor allem die Devisenreserven stabilisieren, die Anfang nur noch 3,3 Billionen Dollar betrugen. Die private Verschuldung in den Schwellenländern insgesamt ist auf etwa Prozent ihrer jährlichen Wirtschaftsleistung gestiegen; das ist mehr als zu Beginn der Schwellenländerkrise Die privaten Dollar- und Euroschulden können wegen des Währungsverfalls in vielen Schwellenländern nicht mehr bedient werden.

Besonders sind davon die Mittelschichten betroffen. Das ist der höchste Stand seit 25 Jahren.

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Wenn es hier schlimmer wird un dich in Deutschland kein Fleckchen mehr finde wo ich mich wohl fühle, gehe ich. Und niemand kann sich deren Abschaffung wünschen.

Closed On:

Niemals zuvor hat die Menschheit als Ganzes vor einer quantitativ so gewaltigen Aufgabe gestanden wie der, die ihr jetzt durch ihre eigene Verdoppelung gestellt ist:

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